Die Stifterin

 Dorothea Konwiarz

Dorothea Konwiarz

Dorothea Konwiarz

Dorothea Konwiarz (1932 – 1999) war Malerin aus Berufung. Mit 17 Jahren begann sie – gegen väterlichen Widerstand – ihr Studium an der „Berliner Meisterschule für Kunsthandwerk“ und schrieb sich später an der HfbK in Berlin, Hardenbergstraße, der heutigen Universität der Künste, ein. Stilprägend für die junge Malerin waren ihre Lehrer der Anfangszeit, die Professoren Huth und Hofer.

Aus jenen Studienjahren sind eine Reihe von Porträts erhalten, meist Frauenporträts, und vielfach hatten es ihr die Gesichter alter Menschen angetan, die von der Not des Krieges und der Nachkriegszeit gezeichnet waren. Finanzielle Bedrängnisse zwangen sie, existenzsichernde Auftragsarbeiten zu übernehmen:

Bild_DorotheaSie gestaltete Geschäfte und Privaträume aus, entwarf Kirchenfenster und Sgraffitos, realisierte aber auch Messebauten in Berin, Stockholm, Rom, Warschau …

Das führte sie zum Fernsehen. Ab Ende der 60er Jahre wurde sie von ARD und ZDF immer häufiger als Bühnenbildnerin und Bühnenarchitektin herangezogen. Hier entwarf sie bis Anfang der 80er Jahre stilsicher und einfallsreich eine große Anzahl (vermutlich mehr als 100) Szenenbilder für oft nur minutenlange Einspielungen, von denen jedes einzelne als Szenarium eines abendfüllenden Stückes gut gewesen wäre.

Einen Einschnitt bedeutete für Dorothea Konwiarz das Erlebnis der bis dahin brutalsten Flugzeugentführung von Mallorca nach Mogadischu,

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Aus dem Zyklus Highjacking

deren Opfer sie zusammen mit ihren nächsten Angehörigen wurde. In der Folgezeit entstand ein Zyklus von Aquarellen wie Alpträume…

Blätter in grellen Farben und einer aggressiven, die üblichen ästhetischen Normen mißachtenden Formsprache als der künstlerische Versuch einer Befreiung von durchlebter Bedrängnis.

Während in den letzten Lebensjahren der Dorothea Konwiarz noch eine Reihe markanter, ungegenständlicher Bilder entstanden,  ergriff eine Idee immer stärker von ihr Besitz: In Erinnerung an ihren eigenen schweren Weg zum Erfolg wollte sie ihre Hinterlassenschaft dazu einsetzen, begabten jungen Malerinnen eine finanzielle Starthilfe zu geben.

Rote Sonne

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Florestal

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